Kommentare aus der AMAZONAS-Box
Politik und Technik aus München - Pazifistisch
mit dem Fahrrad (Peace, cycling and more)

Archive - Artikel

August 18th, 2005

Donnerstag, 18.8.2005    

DAS BILDUNGSWESEN IST KEIN WIRTSCHAFTS-BETRIEB!

An der Uni Frankfurt wehren sich einige - mit Recht.

Fünf Einsprüche gegen die technokratische Umsteuerung des Bildungswesens - mit einem Treffen am 10.10.2005 in Frankfurt selbst.

Wir wenden uns gegen die Illusionen einer alle politischen Parteien übergreifenden Bildungspolitik, die das Bildungssystem nach betriebswirtschaftlichen Mustern in den Griff zu bekommen sucht. ... und mehr ...

Gut, wurde auch mal Zeit. .

via PlasticThinking (mit mehr dazu)

und hier ganz unten ...

.. wird bei der Diskussion um die Kölner Ereignisse der Begriff Stoßgebet neu definiert ;-)

BSI zu Skripting ...

BSI gibt Tipps für Web-Seiten ohne aktive Inhalte: (hier aus der Computerwoche). Auf der Sonderseite (!) vom "Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik" heißt es: Bei Aktiven Inhalten handelt es sich um zusätzlichen Programmcode (wie JavaScript, Flash, etc.), der im Webbrowser auf seiten des Anwenders ausgeführt wird. Webseiten, die ohne Aktive Inhalte nur teilweise oder gar nicht funktionieren, verführen den Anwender dazu, die Sicherheitseinstellungen in seinem Browser zu lockern. Hierdurch kann es zu ganz unterschiedlichen Gefährdungen kommen.

Was ist paradox? Daß dieser Tip ausgerechnet vom Schockwellenreiter kommt, der jüngst erst Trackback und Kommentare (und Anzeigen) via Javascript mit Haloscan einbaute, obwohl ich im eine Seite zeigte, bei der Haloscan auch ohne Javascript geht. Muß dann wohl wg. der Anzeigen so bleiben - also kein Trackback von mir :-(

Ich komme mir bei solchen Argumenten oft vor wie beim Kampf gegen die Windmühlenflügel - ich kann mich aber doch nicht dumm stellen! Einen Teil der Argumente hab ich hier schon angeführt.

Das BSI und ich meinen, dass "Client-Side-Scripting" böse ist im Gegensatz zu "Serve-Side-Skripting". Längst sind die Server so preiswert zu chartern, daß Server-Side Skriptsprachen kain Problem mehr sein dürften! Die Sonderseite führt deshalb Beispiele auf, wie E-Commerce (z.B.) auch ohne aktive Inhalte klappt! Ich schrieb es schon - daß Drupal ganz ohne Javascript lauffähig ist, war seinerzeit ein KO-Kriterium für mich.

Spamfight Warnung

Kommentare und Trackbacks werden hier automatisch auf Spam untersucht und gegebenenfalls versteckt. Das endgültige Löschen erfolgte dann bisher "en bloc" in der Datenbank - aber eben mit Korrekturmöglichkeit.
Ich stelle jetzt auf automatisches Löschen (für das, was nach dem IP-Blocking noch durchkommt). Wer also einschlägige Begriffe in Trackbacks hat von Cialis .. Casino usw. - bitte nicht, das verschwindet spurlos!

Eine Stadt ist stolz

Zwar schon etwas her, aber ich finde es wichtig: Die Kommunikationsexpertenguerillas schildern einen speziellen "Plakatwettbewewerb" (zeitlich zur Tour de France):

Die Stadt Karlsruhe warb seit Wochen mit Transparenten auf denen u.a. stand "Karlsruhe hat der Welt das Fahhrad geschenkt" und freute sich, dass die Tour endlich in ihr "eigentliches Ursprungsland" zurückkehrt. In der Nacht vor der Tour wurden Transparente mit neuen Slogans verziert, auf denen z.B. stand "Karlsruhe hat der Welt das Senfgas geschenkt (www.fritz-haber-institut.de)"

August 17th

Mittwoch, 17.8.2005    

Nicht geeignet ...

... für Arbeitnehmer, Rentner, Familien, Schüler, Studenten, Gewerkschafter und Kriegsgegner
heißt es irgendwo bei den Websozis, und die meinen damit Merkel und Co.

Was sie nicht merken, ist, daß Rot-Grün sich diesen Schuh ebenso anziehen muß. 7 Jahre Rot-Grün war die systematische "es gibt keine Alternative"-Predigt, und insofern könnte sich eine "Original-Schwarze" Regierung bequem auf die Vorarbeit von Rot-Grün stützen.

Alle jetzigen Fraktionen im Bundestag (die Viererbande, wenn man die Union 1fach zählt) sind für
Arbeitnehmer, Rentner, Familien, Schüler, Studenten, Gewerkschafter und Kriegsgegner
eine Zumutung!

"alle anderen besser nicht"

Wieder erzählt jemand - Rainer heißt er - vom langen Abschied von den Grünen, und hat wohl recht - ich zähle mit ihm "zu allen anderen, die sowas besser nicht wählen".

August 16th

Dienstag, 16.8.2005    

Press Conference Crawford Style

Press ConferenceBei dem Bild konnte ich nicht widerstehen. Auf der Seite gibts eine Menge dazu.

siehe auch weiter unten

Ideen derZapatisten

Telepolis berichtet aus Mexico über die "Zapatisten" - die EZLN

Kernpunkt: Die Absage an alle Parteien
 
Die Absage der ZapatistInnen richtet sich nicht nur an die Mitte-Links-Partei PRD, sondern an die gesamte politische Klasse Mexikos und ausnahmslos alle Parteien.

Auch hier in Europa brauchen wir zuerst eine außerparlamentarische Strategie gegen den Neoliberalismus. Die Zapatisten haben die globalisierungskritische Bewegung immer inspiriert, und die gegenwärtigen Impulse sollten weltweit ein Beispiel geben.

Wir haben hier keinen Urwald und (kaum) Paramilitärs - aber wir haben ein Establishment, dem wir genausowenig wie in Mexico über den Weg trauen können. Kritische Öffentlichkeitsarbeit ist gefragt, die stärker den je mit den Gedanken in Mexiko zu vebinden wäre, meine zumindest ich!

August 15th

USA verstehen

Dazu gibt es sicher verschiedene Ansätze, aber man braucht vermutlich Amerikanisch- (ersatzweise Englisch-)Kenntnisse.

Diese vorausgesetzt empfehle ich den Eintrag bei der Whiskey-Bar.

Without hordes of angry yippies to distract it, the silent majority -- or at least, the non-GOP majority -- has managed to conclude, correctly, that the war cannot be won. Even worse, it seems to have picked up on the fact that the Cheney administration is no longer even trying to win it, but is simply looking frantically for a face-saving way to get out of the swamp.

Der Text ist länger, und kulminiert in der formidablen Wirkung von Cindy Sheehan gegenüber Bush!

Deneben stehen einige unbequeme Sachen zum Anti-War-Movement, die klingen nach "Aus der Not eine Tugend machen", lest selber.

Übrigens, man findet dort auch die Gallup-Fragen zum Irak "war der Krieg gegen den Irak ein Fehler" - das Ergebnis hat sich just in diesem Monat gedreht 54:44 - Vormonat 46:53!

___

BTW: Sowas gibt es auch: "... my post-Columbine decision to get rid of all my firearms". (im Text versteckt)

Echt tu match

Eigentlich wollte ich die aktuellen Filme wg. Gentechnik nachgucken, aber dieses Zitat konnte ich nicht auslassen: In einer Gesellschaft, die auf dem Konkurrenzkampf beruht, kann man den Leuten nicht beibringen, einander zu mögen und beizustehen. Ganz automatisch werden in unseren Schulen die Techniken der Herabsetzung, der Intoleranz und des Hasses gelehrt. Das muß aber gleichzeitig verborgen werden, denn unsere Kultur kann den Gedanken nicht tolerieren, daß Kinder sich hassen sollen. So trainiert die Schule die doppelte Moral, die das System zu seiner Erhaltung braucht. *)

Denkmal-Film, Bertram Verhaag und Claus Strigel

* Aber - nicht alle Schulen und schon gar nicht alle Lehrer oder Klassen müssen so sein!

nochmal Monsanto

Ich bin dankbar, daß Telepolis dran bleibt: "Monsanto hat es eilig" von Brigitte Zarzer

...
Die Irreführung der Kommission bei der Zulassung von MON 810 stellt grundsätzlich in Frage, ob die zuständigen europäischen Gremien, die Sicherheit der gentechnisch veränderten Pflanzen ausreichend gewährleisten. (Informationsdienst Gentechnik)
...

In verschiedenen Studien wurden mögliche unerwünschte Nebeneffekte auf Nicht-Zielorganismen, etwa nützliche oder sogar geschützte Insekten, gezeigt. Auch deutsche Labor- und Freiland-Versuche mit einer MON 810 Sorte ergaben, dass sich eine Entwicklungsverzögerung bei bestimmten Insekten nicht wegdiskutieren lässt, wenn sie diesen Mais fressen.
...

Der Ausgang des Verfahrens ist offen. Da noch mehrere Gentech-Sorten beim Bundessortenamt zur Zulassung anstehen, konnte Monsanto offensichtlich auch andere Mitstreiter aus der Branche gewinnen. Laut "Schweizerbauer" ist auch Pioneer Hi-Bred mit von der Klage-Partie.

bei Telepolis das Ganze lesen ..

       
Im übrigen bin ich der Meinung, Monsanto müsse enteignet werden: www.percyschmeiser.com

Monsanto ist böse

aber das wissen wir schon? Immer noch zu wenig. Etwas Nachhilfe finde ich gut, ein Beispiel hier die Schnitzelessergeschichte bei Bootsektor (Link weg) !

"... Die Fakten hierzu: Die Monsanto Corporation hat ein Patent beantragt, dass sich auf Methoden der Züchtung von Schweinen bezieht. Im Patentantrag eingeschlossen sind, wie üblich, die Ergebnisse und Produkte der beschriebenen, zu patentierenden Methoden... ".

       
Im übrigen bin ich der Meinung, Monsanto müsse enteignet werden: www.percyschmeiser.com

August 14th

Sonntag, 14.8.2005    

Atomwaffen abrüsten -

... in Deutschland anfangen.

Das gelungene Bild von der Kampagne muß ich doch gleich hier unterbringen!

Bei der Gelegenheit hier der für mich wichtigste Satz aus dem Schreiben an den Münchner OB wg. Majors for Peace im Rahmen dieser Kampagne (2004, auf dieser Seite unten): Unser Gedenken an die Opfer von Hiroshima und Nagasaki bedeutet auch Gegenwehr zur heutigen Atom- und Militärpolitik

Fundrising für Frieden

... hat hier funktioniert:

Ich bin verblüfft wen die Salzburger hier als Sponsoren für ihr Friedensbüro fanden :-) - TU FELIX AUSTRIA ...

EF - banana drama

über meine Referrer (*) fand ich diese Site - der Gute war in Erfurt beim Sozialforum, und berichtet von dort auch im Web, hier über das Bananengeschäft, wie dabei bei Umwelt- und Sozialstandards völlig inakzeptabel bis kriminell sind. Wie in den meisten Supermärkten zu sehen, oligopolisieren die 3 das Geschäft: Chiquita, Del Monte und Dole. Auf englisch kan man bei ihm also einiges nachlesen, was dazu auch in Erfurt Thema war ...

Er nennt sich Truth Seeker, aber die Seite ist - hm - etwas unübersichtlich, und ich hab keine Ahnung wo er zu Hause ist.

--
(*) genauer, er holt sich das Sozialforums-Logo von der BIFA-Seite ;-)

Uran aus Australien

GreenLeft weekly: Australia is the world’s second largest producer of uranium (after Canada) and has up to 40% of the world’s known uranium deposits.
The mining industry is itching to take advantage of a global uranium market opening. China alone plans to build 30 new nuclear reactors by 2020. New reactors are also being planned in India, the US, Britain, South Korea, Russia, Ukraine and Chile.

Nein, das ist nicht alles:

On August 9, foreign minister Alexander Downer announced he was negotiating uranium sales with China. Der Australische Außenminister hat ein feines Gespür für das Timing, nicht wahr?

But his assurances that “Australian uranium supplied to China is used exclusively for peaceful purposes” were described by NT Environment Centre co-ordinator Peter Robertson as “nonsense”. He told Green Left Weekly that Downer “could not give any real guarantees” that Australian uranium would not end up in weapons programs. “We know that of the 60 countries with nuclear programs, at least 20 subsequently expanded into research and, in some cases, the use of nuclear weapons.”

Hierzulande spielt man natürlich auch mit. :-(

EF - RLS berichtet auch

Die berichtet auch aus Erfurt, der Titel ist gelungen: Idee angekommen – die Massen noch nicht

Lesenswert. Erfurt ist nicht Porto Alegre – und schon gar nicht, wenn es regnet.
...
Mit dreitausend Teilnehmern hat das Forum die selbstgesteckten Ziele nicht erreicht. Aber was besagt das? Erfurt war ein Beginn, ein erster Versuch, Porto Alegre nach Deutschland zu holen. Getroffen haben sich vor allem jene, die die Idee des Sozialforums schon seit Längerem zu der Ihren gemacht haben, und ihnen ist gegenseitige Bestärkung widerfahren. Noch nicht geklappt hat die Mobilisierung über diesen Kreis hinaus. Aber ein Weg von oben – da sind sich alle einig – steht für solche Mobilisierung nicht zur Verfügung. Von unten muss es gelingen – und ein Auftakt ist gemacht.

Im übrigen gibt es eine durchgehend positve Bewertung - so wie ich es eben auch sehe. Vorraussichtlich gibt es hier noch weitere SFiD-Erfurt-Splitter (SFiD = Sozialforum in Deutschland).

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Übrigens, die Sache mit den Stiftungen: Von Anfang an wird bei der Idee der Sozialforen daruf geachtet, (Wahl-)Parteien nicht als Veranstalter oder so auftreten zu lassen. Sozusagen ein Kompromiss ist dabei die Teilnahme der parteinahen Stiftungen (Die Rosa-Luxemburg-Stiftung "steht der PDS nahe").

  • ich halte diese Distanz zu den Parteien für die außerparlamentarischen Bewegungen für unverzichtbar. Das spricht allerdings nicht gegen klare Aussagen zur Politik der Parteien, im Gegenteil.
  • Die Parteien geraten unausweichlichbei Wahlen in Konkurenz; bei keinen anderen Gruppierungen ist diese "Störung" vergleichbar.
  • Das "Politikmodell" der außerparlamentarischen Arbeit ist wichtig, und wird durch parlamentarische Ambitionen zu leicht verdrängt.

Alles klar?

August 13th

Samstag, 13.8.2005    

Blogwerbetechniken

In einem längerem Artikel läßt sich Spreeblick über die Adsense-Werbung aus, bei der die Anzeige von einem Google-Roboter nach dem Inhalt der Seite ausgewählt wird (!) und der Seitenbetreiber ein paar Cent per Klick bekommt (per Klick, nicht per View).

Der Gag: er beschwert sich über Leute die sich erlauben Ad-Blocker zu benutzen...

Mission Accomplished

In diesem ZNET-Artikel weist Saul Landau wieder einmal auf die lange Serie US-Amerikanischer Gewaltakte hin, die eine klare Linie erkennen lassen: "Seit den frühen 50ger Jahren haben wechselnde US-Präsidenten die CIA und das US-Militär dazu benutzt, andere Länder zu brechen - und keineswegs um andere Länder in Ordnung zu bringen."

Das ist die wichtigste Erkenntnis - auch beim Irak ging es von Anfang an nicht um Aufbau, sondern um Destruktion.

Einige wenige aber typische Beispiele der in Wirklichkeit sehr langen Liste von US-Gewaltakten werden in diesem Artikel angeführt:

  • 1953 Iran
  • 1954 Guatemala
  • 1973 Chile
  • 2003 Irak (ganz abgesehen von der hier nicht behandelten "Vorgeschichte" der Unterstützung von Saddam Hussein)

Weiter im Artikel: " ... Am 1. Mai 2003 landete Bush im Pilotenoverall auf der USS Abraham Lincoln und verkündete: “Mission Accomplished”.
 
Damals lachten seine Kritiker über den Prahlhans - auch ich. Was wir damals nicht begriffen, seine Mission war tatsächlich erfüllt - die Standardmission des US-Militärs seit dem 2. Weltkrieg: Los, brecht noch ein Land.

August 11th

Donnerstag, 11.8.2005    

Brent's Law

sprach mir aus der Seele: The more expensive the CMS, the crappier the URLs.

via PlasticThinking via ... to ranchero

das Drupal hier ist kostenlos und hat die URLs die ich will, die Negaitvbeispiele die ich in der Arbeit erlebte - kommerziell, und zwar teuer - führe ich nicht auf, die glauben sonst es wäre Werbung.

- nein, jetzt kann ich es doch nicht lassen, hier ein (anonymisiertes) Beispiel von teuren (sic) "Experten" dieser Branche:

www.lokal.example.de/de/index/diefachbereiche3_n400001fachbereiche_a/ diefachbereiche3_n400001fachbereiche_a.html.. (hier mit Umbruch, original "am Stück"!)

August 10th

Down under: Sozial Forum

"GreenLeft weekly" kommt aus Australien - die Fragen sind ähnlich wie bei uns.

" ... Arundhati Roy's saying, “Another world is not only possible, she is on her way”, was the theme for the fourth Brisbane Social Forum (BSF), held at the University of Queensland Student Union on the weekend of July 29-31.
Up to 300 people attended the BSF 2005, which was sponsored by unions, environment organisations and other political and community groups.
The opening Friday night forum was addressed by Jacqui Katona, well-known spokesperson for the Mirrar Aboriginal people in their campaign against the expansion of the Northern Territory's Jabiluka uranium mine, and Dita Sari, president of the Indonesian People's Democratic Party and a leader of the militant FNPBI labour federation. ..."
... weiterlesen.

August 9th

Dienstag, 9.8.2005    

Leider keine Justizposse

Die Zeitung junge Welt hatte bei ihrer Programmvorschau immer einen kurzen Kommentar über mißglückte Sendungen, die nicht dem Niveau entsprachen, das man von öffentlich-rechtlichem Fernsehen erwarten will. Die GEZ hat den als running gag wiederholten Schlußsatz: "Melden Sie Ihr Fernsehgerät von der GEZ ab!" falsch (als Aufforderung zum Schwarz-Sehen) verstanden.

Dazu steht der jw-Geschäftsführer morgen mittag in München vor Gericht:
> Mittwoch, 10. August 2005, 14 Uhr
>
> Münchner Landesgericht, Raum 301
> Lenbach Platz 7

Dazu: Im übrigen ist weder der Autor noch die junge Welt ein Gegner des Öffentlich-Rechtlichen Systems und vertritt keineswegs die Position, daß sich dieses künftig nur noch durch Werbeeinnahmen finanzieren sollte. Gerade wegen der Zahlungen an die GEZ können aber auch andere Ansprüche gestellt werden – die regelmäßig nicht erfüllt werden. Dieser Kritik sollten sich die Landesrundfunkanstalten stellen – anstatt die juristische Keule zu schwingen. (http://www.jungewelt.de/2005/03-18/014.php)

Einen Vorgängerprozess dazu hatte die JW gewonnen, aber Die Verhandlung über die einstweilige Verfügung findet zu einem späteren Termin statt. Morgen also.

August 8th

Montag, 8.8.2005    

Deutsche Außenpolitik

... mal ohne Militär:

German Foreign Policy: Weil ein UN-Mitglied gegen den deutschen Sitz im Weltsicherheitsrat aufgetreten ist, habe man ihm "460.000 Dollar für ein Hilfsprojekt gestrichen"

Quelle dort: Frankfurter Rundschau

Einmalig günstige Konstellation

zitiert nach Arno Klönne, "Schmierstoff-Theater", in Ossietzky:

Der Unternehmensoberberater Roland Berger hatte wenige Tage vor der Mißtrauensfrage Schröders Verdienste so beschrieben: »Eine Kanzlerin Merkel wird unter einer einmalig günstigen Konstellation starten. Sie wird profitieren von den Grausamkeiten, die die jetzige Regierung schon vorgeleistet hat.«

August 6th

Samstag, 6.8.2005    

Bilder zur Kerzen-Nacht

Auf PC/Windows ist die Bildschirmeinstellung normalerweise dunkler als auf meinem Mac, so daß die Bilder noch dunkler wirken als sie eh schon sind. Sorry - da drehe ich jetzt aber nicht mehr

Daß Schröder ...

und sein Gefolge nicht mit der Linkspartei koalieren wollen, ist 1. für diese Wahl eh von allen Seiten klar und 2. spricht das, wenn überhaupt, für besagte Linke ;-)

Paradox oder

Gysi und Lafontaine:
- während der eine im Clinch mit der Bildzeitung liegt mit Gegendarstellungen etc., macht der andere dieses Blatt jahrelang zu seiner Plattform.

Nein, mit dieser Art bin ich nicht einverstanden. Sehr einverstanden bin ich dagegen, daß sich die etablierte Parteienlandschaft herausgefordert sieht durch die neue Links-Konstellation.

  • Ich sehe nicht ein, daß das eine nicht ohne das andere zu haben wäre.
  • Vor allem aber bleibe ich dabei, daß es darauf ankommt in der außerparlamentarischen Szene die richtige Kritik der vorgezeigten Politik voranzutreiben, um falsche "kleinere Übel" und kurzfristige "Linsengerichte" nicht allzuleicht verwirren zu lassen.

August 5th

Freitag, 5.8.2005    

Blamierte Betriebsräte

Gleich nochmal Freitag:

Hans Thie: "Stuttgarter Leichenlogik", er schreibt (m.W. langjähriger Beobachter der Gewerkschafsszene) über den Abgang von Schrempp bei Daimler.

Für mich bemerkenswert sind seine Einschätzungen zu den Betriebsräten und Arbeitnehmervertretern: "... Blamiert sind aber auch die Betriebsräte und Arbeitnehmervertreter, die sich den Eskapaden des bedrängten Vorstandsvorsitzenden nicht widersetzten, weil sie von ihm Zugeständnisse für die Kernbelegschaften bekamen. Beide, Banker und Metaller, handelten nicht strategisch im Sinne einer langfristigen Unternehmensentwicklung, sondern kurzsichtig, borniert und dünkelhaft. ..."

Einige freuen sich sicher - es kann mal wieder heftig gegen Mitbestimmung und Gewerkschaften gewettert werden. Es sind womöglich die gleiche Sorte von Gewerkschaftern beteiligt gewesen, die sich von der SPD um den Finger wickeln lassen ...

Israels falsche Freunde

So schreibt Sophia Deeg im Freitag über eine Berliner Debatte.

Es war eine Bndestagsanhörung, alle Fraktionen hatten eingeladen usw. (s. Artikel)).

Sie schildert, wie sehr "gefestigt" die Positionen im Establishment sind: Kritik an Israel ist pauschal antisemitisch, gerade SPD-Mandatsträger sind besonders heftig.

Meine Interpretation: Je mehr die SPD sich von einer emanzipierten Politik entfernt, um so verbissener müssen sie jeden Vorgang bekämpfen, der ihre Irreführung bloßstellen könnte. Voila.

Lest selber vorbei (...)