Kommentare aus der AMAZONAS-Box
Politik und Technik aus München - Pazifistisch
mit dem Fahrrad (Peace, cycling and more)
Samstag, 11.6.2005    

Schnelle Wirkung

Kaum kündigt sich das neue Linksbündnis an, schon tritt die SPD für Lohnerhöhungen ein. Witzig ist dann zu lesen "Ein etwaiges Linksbündnis wird nach Aussage von SPD-Chef Müntefering keine Auswirkungen auf das Wahlprogramm der SPD haben"

Klar, das hat nix miteinander zu tun ;-)

Andererseits: auch ohne neue Konkurrenz hat die SPD in Wahlkämpfen gerne links geblinkt. Aber das kennt man inzwischen zur Genüge.

Freitag, 10.6.2005    

Solche Brücken mag ich

mal sehen wann ich da wohl mit dem Fahrrad drüber komme (via Stern)

Tu felix Austria ...

... linke ;-)

Die gute alte www.dietiwag.at ist wieder da!

Es ist/war schon herzerfrischend, wie sich Tiroler Widerstandsgeist auf dieser Website an den Machenschaften der Tiroler Wasserkraft AG reiben konnte.

Mein neuestes Lieblingszitat: Kürzlich hat der bekannte deutsche Werbefachmann Reinhard Siemes in Innsbruck erklärt: "Ich werbe nicht für Pharmafirmen, Waffenproduzenten und die Citibank."

Die Webseite war von der TIWAG rechtlich angegriffen worden. Der Betreiber konnte zwar nach .de ausweichen ;-) aber jetzt hat er gewonnen und wieder seine alte .at

Gratulation, auch zum sonstigen Programm.

(via Schocki)

Stoppt Softwarepatente


Mit einer neuen Richtlinie will die EU-Kommission die Patentierung von Software ermöglichen. Microsoft, Adobe & Co haben entsprechend Druck gemacht. Sie wollen die Konkurrenz vieler kleiner Softwareschmieden schwächen. Kostenlosen Programmen wie Firefox würde der Boden entzogen. Die Folge: schlechtere Programme, höhere Preise, weniger Innovation, weniger Arbeitsplätze.

Voraussichtlich Ende Juni/Anfang Juli wird das EU-Parlament das letzte Wort über die Software-Patentierung sprechen. Nur mit einer absoluten Mehrheit kann es die Richtlinie noch verhindern und grundlegende Veränderungen einfordern.

Ob dies geschieht, hängt wesentlich vom öffentlichen Druck ab! -> Mitmachen!

Die Bundesregierung - Ministerin Zypries - ignoriert den Beschluß des Bundestags und bekämpft das EU-Parlament - so will man uns reinlegen! (sowas will gewählt werden? neee)

Das machte meinen Tag

Heute fand in der Glashalle der Universität Bremen die so genannte Praxisbörse statt, die nach dem Wunsch der Universitätsleitung "die Wirtschaft und die Studierenden zusammen" bringen sollte. Mit einem eigenen Messestand vertreten war auch der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall AG. Nach anhaltendem Protest von Studierenden beschlossen die Rheinmetall-Mitarbeiter jedoch, ihren Stand abzubauen und sich von der ganztägigen Veranstaltung zu verabschieden. Die Studierenden skandierten Parolen, wie "Deutsche Waffen, deutsches Geld schaffen Arbeit in der Welt".

... weiter bei Indymedia: R(h)einmetall raus aus der Uni Bremen

Donnerstag, 9.6.2005    

Wer eine Armee braucht

weiter 50 Jahre: Nico L. erinnert sich an die "Effizienz" seiner Dienstzeit, die Kritik erschöpft sich dann an der Wehrpflicht. Da konnte ich nicht still zusehen, und forderte im Kommentar (wieder mal): "... Wer eine Armee braucht, möge sie selber finanzieren ...".

Zu meiner Verblüffung stellte sich der Nächste zornig-ahnungslos "Wie bitte soll sich eine Armee denn selbst finanzieren?".

Er hat nicht gelesen. Ich schrieb nicht "die Armee soll sich selbst finanzieren", sondern "diejenigen, die eine Armee brauchen, sollen ..".

Mit anderen Worten: Wer die Armee für nötig hält, zahlt (s)einen Beitrag, aka Spenden. Das ist übrigens nicht meine Idee, vor Jahrzehnten hat das bereits Senta Berger im Fernsehen vorgeschlagen.

Minimum Safety Kraftwerk

radioaktivZu wollte ich längst was schreiben, jetzt lest es halt (nicht mehr ;-)) bei dem ... ( damalsgrad gefunden & gebloggt).

Wählen für die Bundeswehr

Darüber macht sich zum 50. ein TAZ-Kommentator her.

Klar legt er die Verdienste der rotgrünen Regierung für die gesellschafliche Akzeptanz des Militärs dar:
"SPD und Grüne vermochten, was eine konservative Regierung bei weitem nicht so reibungslos geschafft hätte. Ohne dass es nennenswerten Widerstand gegeben hätte, gewöhnten sie die deutsche Bevölkerung an den Gedanken von Kriegseinsätzen."

Ziemlich direkt kommt er dann auf die Wahl:

"... Wo immer konservative Regierungen an der Macht sind, polarisiert der Streit um Militäreinsätze die Gesellschaft. Linksregierungen haben es dagegen viel leichter, einen Konsens in dieser Frage herzustellen. Das sollte mancher in der Bundeswehr bedenken, der sich von einer Regierung Merkel womöglich mehr politischen Rückhalt erhofft ... ".

Klar daß die TAZ das nicht auslassen darf - die TAZ hat schlieslich systematisch mitgetrommelt, den Balkan-Kriegseinsatz den Leuten schmackhaft zu machen (ein Zumach machte da keinen Sommer).

Diese systematische Durchsetzung der Militärpolitik durch Rot/Grün - darum geht es auch beim BIFA-Beitrag zum Sozialforum (erzähl ich hier ja regelmäßiger). Das Thema wird durchdie Wahl komplexer - wozu noch rot-grüne Militärerfolge angreifen, wenn sie eh abgewählt werden?

Es bleibt wichtig: Für die Szene, daß sie sich über die politischen Zusammenhänge klar wird, und daß man besser weiß warum man genauer hingucken muß, was Rot/Grün in der Opposition dann erzählt. Außerdem wird - inzwischen, nach "nachweisbaren Erfolgen" - auch eine neue Regierung die Konzepte zivil-militärischer Taktik zu nutzen wissen, nehme ich stark an.

Das Militär wird dabei wohl weiterhin auf die TAZ zählen können ;-(

Mittwoch, 8.6.2005    

GUIs und Usability

Zur Vorbereitung einer Sendung Chaosradio dazu sucht Tim Pritlove Unterstützung über folgende Wiki-Seite:
http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Tim_Pritlove/Chaosradio/103

Viele technisch angehauchte Menschen machen sich Sorgen, wie die IT-Industrie sich "DRM" bzw. "TCPI" vorstellt. Der akute Schwenk von Apple zu Intel wird auch mit Intels DRM-Roadmap zusammen gesehen.

OS X ist zur Zeit ein Maßstab für Betriebssysteme - Grafisch raffinierte Oberfläche, leistungsfähige Entwicklungsumgebung ohne Aufpreis, und ein ausgereiftes Open-Source-Unix mit allen Schikanen als Basis - hat mich ja auch erwischt ;-)

Durch die DRM-Befürchtungen wg. Apple möchte man nun genausowenig perspektivisch von Apple abhängen, wie Apple nicht von IBM abhängen mag ;-) Deshalb ist die Frage so wichtig, wie man heutige Anforderungen der Benutzerschnittstellen möglichst breit realisieren kann (oder so ähnlich ;-).

CD-Hüllen Drucken und Falzen


Das muß ich ausprobieren: Eine Faltanleitung für eine CD-Box aus Papier, mit Druckvorlage und mehr.

(via munich friends - Munich Blogs)

putzige SPD-"Linke"

Die SPD-"Linke" wehrt sich heftig gegen den Verdacht, " ...sie habe sich von Bundeskanzler Schröder abgewandt und sei deshalb für die geplanten Neuwahlen verantwortlich." (zit. nach tagesschau, hier noch einiges im Wahlblog), wie putzig.

Ich halte es in der Tat für ausgeschlossen, daß dieser desorientierte Kreis zu sowas fähig wäre. Ich habe noch die Sprüche der letzten beiden Wahlkämpfe im Ohr - "gegen Neoliberalismus" ... wer's glaubt :-(

Ich muß es wahrscheinlich noch öfter sagen: Rot/Grün ist nicht die Alternative zu Schwarz/x, sondern (war) die systematische Vorbereitung darauf.

Die sogenannte SPD-"Linke" mit ihrer erwiesenen Unfähigkeit irgendeine Alternative zum neoliberalen Durchmarsch zu zeigen spielte dabei eine unrühmliche Hauptrolle. Die "Große Koalition" bei deutschen Militäreinsätzen bis hin zur EU-Militärpolitik ist eines der Hauptmerkmale dieser Rolle.

Javascript - No thanks

Dazu schrieb ich vor langem schon einiges.

Bei der Drupal-Entwicklung gab es schon immer einzelne Module, bei denen JS verwendet wurde. Die konnte ich getrost ignorieren: Ich hatte bei der Auswahlphase, die mich zu Drupal brachte, eben festgestellt, daß dies eines der wenigen CMS war, das auf allen Ebenen ohne JS läuft.

In letzter Zeit tauchten aber vermehrt JS-Aktivitäten bei der Haupt-Drupal-Entwicklung auf. Mit anderen fragte ich dann schließlich auf der (englischsprachigen) Support-Mailingliste nach: Gut - man bestätigte dort, daß weiterhin die Funktion ohne JS aufrechterhalten bleibt - Javascript gibts für einzelne nicht so wichtige Bedienelemente, kann ohne Schaden wegfallen.

Nebeneffekt: Ich wurde gefragt, was mich eigentlich an JS stört. Die Antwort mußte in dem Kontext knapp sein. Dem Frager hat es eingeleuchtet, drum gebe ich es hier (unübersetzt) wieder:

> I'm just curious why do you need it without JS ?
 
... I try a short answer. Its a matter of privacy, security and, yes, comfort.
 
- While JS can be done securely, of course, I consider it - e.g. - a "damage-multiplicator" if something is going wrong.
 
- JS can deliver more information about the client (thats my computer) to the (foreign) server than Html alone.
 
- Surfing the web with "JS on" allows "dumb" sites to modify my browsers (mouse functions changed, fixed windows etc.) more than I want to tolerate. There are browsers which can be configured with some "granularity" about this, but why bother - server side scripting is enough for me ;-)
 
(some advertising goes away w/o JS as well - but thats not the main point).

Dienstag, 7.6.2005    

Statistik hier

Die Grafik ist viel zu suggestiv um sie nicht hier herzuzeigen. Bis Dezember waren dies hier statische Seiten, die mit FTP fallweise aktualisiert wurden. Ab Januar lief hier Drupal inkl. RSS-Feed (!).

Bisher kam ich noch nicht zu einer detaillierteren Untersuchung; jedenfalls werden bei dieser Darstellung weder Suchroboter noch eigene Referenzen ausgeblendet. Beim CMS erfolgt das Aktualisieren via Browser, so daß ich selbet der häufigste Besucher der Site bin und so für Grundlast sorge. Ich schätze daß 1/3 des Verkehrs von Suchmaschinen stammen, das harrt aber weiterer Auswertung.

Die stetige Zuname der Visits seit Januar sieht schon stark aus. Blogtypisch nimmt in dieser Zeit ja auch schlicht die Artikelanzahl proportional zu - ob der Suchmaschinenverkehr dabei mitwächst?

Den entscheidenden Anteil am Wachstum hat wohl der RSS-Feed - und der Trackbackspam :-(

Wahlaltern.., -a..?, -analyse!

LinksblogBeim Wahlblog betrachtet Matthias die "linke Alternative". Jetzt muß alles ganz schnell gehen wie wir wissen, aber kurz zuvor haben sich noch welche Gedanken außerhalb der Reihe (auch: PDF 160k) gemacht.
*Vor* dem Coup der Wahlankündigung befaßten sich Rainer Rilling und Christoph Spehr mit der Situation von WASG vs. PDS, aber nicht nur diesem. Das Ergbnis ihrer Betrachtung kann man insofern vorweg nehmen, als beide inzwischen einen Aufruf initiierten, daß die beiden genannten Gruppierungen zusammen zur Bundestagswahl antreten sollen (mit inzwischen >400 Unterzeichnern; es gibt bekanntlich mehrere Aufrufe unterschiedlicher Herkunft aber ähnlicher Stoßrichtung).

Trotz des neuen Zeitrahmens finde ich die Lektüre lohnend. Nur zwei Anmerkungen:
* Mir paßt der Alarmismus nicht, der die Wahlen zur entscheidenden Chance erhöht.
* Ich bin verdutzt, welcher Stellenwert in diesem Text die - ohne Anführungszeichen geschriebene! - SPD-Linke einnimmt, ich verstehe es nicht. Macht nix ;-)

Ein Brösel (später vielleicht noch was):
... Perspektive einer Zusammenarbeit mit denjenigen Teilen der Linken ... , die nach wie vor in SPD oder Grünen organisiert oder prinzipiell auf sie orientiert sind. Wenn sie den Aspekt einer strukturell höheren Empfänglichkeit des rot-grünen Lagers gegenüber Druck von links verkennt, kann die Linke mittelfristig keine Umsetzungsperspektive für ihre politischen Inhalte angeben

Dies wird durch die "Illusionsfähigkeit" von Rot-Grün im Vergleich zu Schwarz-Gelb mehr als kompensiert, m.a.W. ist für mich die Wirkungsmöglichkeit von außerparlamentarischem Druck bei Rot-Grün kaum einfacher als bei Schwarz-Gelb (siehe die Durchsetzung der Militärinterventionen).

Die Gründungslüge

zum 50sten der Bundeswehr kommen sie wieder - die Ehrenerklärungen für die Wehrmachtssoldaten. Der fast lückenlose Anschluß an die Naziarmee ist bis heute unbewältigte Gegenwart.

Damals konnte jeder Soldat wissen: Einmarsch in fremdes Gebiet ist verbrecherische Aggression. Die rückwirkende "Entschuldung" dieser Generation ist einer der Geburtsfehler dieses Republik. Beim Kampf um die Wiederbewaffnung mußten in der Bundesrepublik Leute wieder ins Gefängnis, die schon von den Nazis verfolgt wurden.

Es ist kein Zufall, wenn wir heute erleben, wie die Polizei heute wieder auf Seiten der Neonazis agiert. Die weltweite Interventionsfähigkeit von deutschen und/oder EU-Truppen ist mörderische Machtpolitik.

Montag, 6.6.2005    

Monopolkapitalismus

Apple steigt um auf Intel-Chips. Monokultur pur.

So läuft es anscheinend überall - Saturn/Mediamerkt ist genauso nur ein Konzern, Karstadt=Hertie und weitere Fusionen folgen, Strabag schluckt Züblin mit Walter (mit kalkulierter Insolvenz zur Personalentsorgung) ...

So funktioniert Kapitalismus.

Die Wasserversorgung ist auch auf dem Weg der Monopolisierung, Energieversorgung ...

Der Staat darf den Konzernen dann noch die Scherben zusammenkehren, und die XXXbank (oder wie immer dann der Name lautet) bleibt übrig.

Nein, ich will mich nicht damit abfinden.

Die Elektronikfertigung wird konzentriert in Taiwan/China usw ... diese "Logik" muß schiefgehen. Sie funktioniert natürlich - aber mit entsprechenden Opfern, die wir heute schon in Ansätzen vor Augen haben. Aber solange man noch an Gegenwehr, Alternativen und Perspektiven denken kann, ist das auch möglich ...

IBM ist nicht besser als Intel und umgekehrt, "nur eine andere Firma" halt - und Apple ist als Firma problematischer als das Marketing verrät - darum geht es nicht.

Sonntag, 5.6.2005    

Open iBook Basteln

Über den Display-Wackelkontakt bei meinem iBook schrieb ich schon. Ich hatte schon realisiert, daß dieser Wackelkontakt ein Logikbord-Fehler war. Ich wollte eigentlich kein Ersatzteil das in die Nähe des Zeitwerts vom Book kostet, und hatte ursprünglich gehofft, daß ich vielleicht noch einen reparablen Fehler beim "anderen" Kabel (LVDS) finde - nein, das wars nicht.

Auf diese Seite gabs Hinweise, wie das iBook "geöffnet" mit USB-Tastatur/Maus benutzbar ist, und der Stecker fürs Inverterkabel war auch vermessen worden. Das konnte ich nachmachen :-)

Eine Leitung enthält ein pulsweitenmoduliertes Signal für die Helligkeit, ca. 3.5V. Daneben liegen 5V an. Während die ca. 12V Betriebsspannung für den Inverter beim Ruhezustand nicht verschwinden (!), geht das 5V-Signal im Ruhezustand aus. Ich hatte zuerst gedacht, Platz für einen CMOS-Pulsgenerator wäre auch da - aber das ist gar nicht nötig. Bei Maximalhelligkeit ist das PWM-Signal konstant. Eine Schutzdiode an 5V, 4.7K Widerstand an das Helligkeitssignal, beides am Kabel angelötet - voila. Die Helligkeitseinstellung ist jetzt außer Betrieb (= immer maximal), leider, aber das iBook ist wieder voll benutzbar. Den Wechsel der Logikplatine wollte ich mir wg. Aufwand und Kosten ersparen - und ich hab nun mal (2. Akku!) beschlossen, die Lebensdauer dieses schönen Teils auszukosten ;-)

Samstag, 4.6.2005    

Eindrücke Straßenfest

Musikim GrünenSchmiedLeuteSchlangeMusikHutverkauf

Leider war es die meiste Zeit regnerisch. Nach 4 Uhr wurde es besser - aber nach 7 knallte nochmal ein hagelartiger Gewitterguß mit wüsten Sturmböen rein - wer nicht Unterschlupf fand, war binnen Minuten durchnäßt, im Randstein (bei den Ständen!) lief das Wasser knöcheltief (ich stand zu dieser Zeit in der Warteschlange vom vierten Bild!). Davor und danach wieder durchaus etwas Sonne. Zwei Bands erlebte ich draußen, sie kamen trotzdem an. Es gab viel Künstlerisches und Handwerkliches, im Bild hier Hüte und Schmiede ...

Musikstöpsel

Am Klausner Platz wurden Musikstöpsel in den Ohren beanstandet (Wenn auch ohne Sanktion).

Nicht ins Bockshorn jagen lassen: Ohrhörer sind genausowenig explizit verboten wie das Fahren bei geschlossenen Seitenfenstern ;-) Es gibt irgendwo die Vorschrift, daß man Hupen und Martinshorn hören können muß - aber das ist ja eh klar und was anderes.

Es gibt das Gerücht, daß beim Radfahren das Gehör wichtig ist. Diese Meinung kann ganz schön gefährlich werden, wenn man verzichtet sich umzudrehen nur weil gerade nichts zu hören ist. Also: Auf Sicht, nicht nach Gehör fahren. Und Musik hören, sicher. Oder Podcasts ;-)

BTW: Was machen die Behördenvertreter wenn sie einem Radfahrer Flensburg-Punkte verpassen wollen und man hat weder Auto noch Führerschein?

Freitag, 3.6.2005    

governet.blog

Frisch für mich entdeckt - governet.blog. Das tummeln sich z.B. Leute mit ver.di im Blick ...

Kommentare gibts :-) aber keine Trackbacks mit :-) Trackbacks! ( - und mein Drupal macht die wieder mal ungefragt automatisch ;-/ )

Gut bestückt sind sie dort momentan zum Thema Datenschutz (und lesen auch die anderen Blogs), Beifall.

Außerdem werden die verschiedenen Wahlblogs aufgeführt (und das brachte mich auf die Spur).

Blutenburgstraßenfest

Hier findet morgen am Samstag das Blutenburgstraßenfest statt, ab 12 Uhr heißt es. Das Foto ist allerdings noch vom Herbst, obwhl der Abend heute so richtig "draußig" ist (ich nachher auch wieder). Morgen ist der Wetterbericht allerdings schlecht - dabei haben sich insbesondere eine Vielzahl von Künstlern einiges vorgenommen.

Aber Essen, Trinken und Musik erwarte ich eigentlich auch wie immer ...

Arbeitswelt

Beim linksnet entdeckt: Dieter Sauers Artikel Entgrenzungen über
Arbeitskraft und Arbeitsorganisation im Kapitalismus des Übergangs in "Forum Wissenschaft".

Für "Ungeübte" möglicherweise schwierig zu lesen, aber lohnend denk ich, hier nur kurz aus dem Schluß:

" ...Charakteristisch scheint das Nebeneinander von Menschen ohne Arbeit zu sein, die an den gesellschaftlichen Rand gedrängt sind und Menschen, die „ohne Ende arbeiten“ und deren Gesundheit dabei Schaden nimmt. Ebenso charakterisierend ist das zunehmende Nebeneinander von prekären Beschäftigungsverhältnissen und weitgehend selbstverantwortlichem Arbeiten mit hohen individuellen Freiheiten.
Heterogenität heißt jedoch nicht beliebige Unübersichtlichkeit, sie trägt systematische Züge...."

...

Bei Dieter Sauer gucke ich natürlich extra hin, da wir uns vor Jahrzehnten bei den Jusos im KVIII aneinander reiben konnten. Wenn ich damals die Entwicklung geahnt hätte ...

zum Geleit

Wie angekündigt wurde der "Wahlblog" gestarted.

Mir scheint die Erinnerung an frühere Erkenntnisse sinnvoll, für mich am schönsten formuliert von Tucho:

"Sie meinten, sie wären an der Macht, dabei waren sie nur an der Regierung"

Donnerstag, 2.6.2005    

Fassade oder Inhalt

Dies ist ein Merkposten; ich möchte einen Gedanken festhalten, der noch weitere Vermittlung benötigt.

Immer wieder befasse ich mich damit, wie Friedensaktivisten auf die Rolle des politischen Establishments reagieren, auf Parteien und Mandatsträger. Der Zusammenhang besteht zunächst darin, daß Frieden immer "gut" ist - niemand ist gegen Frieden. Gleichzeitig sind Friedensgruppen in der Regel gegenüber dem politischen Mainstream marginalisiert - die Politik macht was sie will und pfeift auf die Friedensinitiativen - wenn man es dort merkt ist man frustriert.

In dieser Situtation greifen die meisten nach jeder sich bietenden Gelegenheit, um der Öffentlichkeit vorzuführen, wie sehr man als Friedensgruppe doch "dazugehört"; man möchte politische Erfolge - und öffentlich ausgedrückte Anerkennung ist doch schon mal was. Ich kann mich dem auch nicht immer entziehen, wenn man überhaupt schon mal Gelegenheit dazu hat.

Nur: Der "eigentliche" Anspruch einer Friedensgruppe muß doch sein, die Politik zu verändern. Die existierende Politik ist gewalttätig, der Staus quo der "Sicherheitspolitik" ist inakzeptabel.

Das hat Politikvertreter des Establishments noch nie gehindert, die eigenen Aktionen schlicht als Friedenspolitik zu verkaufen. Besonders gut gelingt das, wenn Friedensinitiativen beteiligt sind - dann muss es ja stimmen. Solche Gelegenheiten gibt es, nicht viel, aber es gibt sie.

Wsa heißt das in der Konsequenz? - In keinem solcher Fälle gibt es ein Statement der etablierten Politikvertreter, daß sich ihre Politik ändern muß - nein, sie behaupten einfach, die existierende Politik ist Friedenspolitik. Die Vertreter von Friedensgruppen sind erst mal froh, sich im repräsentativeren Rahmen bewegen zu dürfen: Ein Anspruch an die Politik, daß sich was ändern soll, wird vielleicht noch irgendwo ausgesprochen, faktisch kommt aber heraus, daß die bestehende Militärpolitik unbestritten weitergeht.

Ich lasse heute Beispiele weg und rechne damit, daß ich noch genug Gelegenheit bekomme, bei derartigen Vorgängen auf diese Zeilen zu verweisen. Ich hoffe allerdings, daß ich mit der Zeit auch dazu komme, dies besser und zwingender argumentativ zu vermitteln. Schaun wer mal.

Da kauft man nicht

Die Firma Plextor bekämpft Entwickler, die ihre Hardware außerhalb von Windows mit Open-Source-Toools benutzbarer machen: http://www.golem.de/0506/38379.html

Also kann man von so einer Firma guten Gewissens nichts mehr kaufen - ist doch klar. Ich selber benutze zwar Linux z.Zt. nicht, aber Firmen die derartige Monopolisierung auf Microsoft aktiv durchsetzen helfen sind böse.

Mittwoch, 1.6.2005    

vom BUKO28

Den BUKO-Kongress BUKO28 kündigte ich hier an, jetzt habe ich den ersten Bericht darüber beim Linksnet gesehen.

Doro Wiese (ak – analyse + kritik) schreibt von der "komplexen Landkarte": Man hofft, dass es entlang dieser Linien, trennend und verbindend, weitergeht: Ins Neuland, auf unsicheren Grund.

Neue Brücke in München

Es gibt eine neue Brücke in München. Da wo sich zur Wiesnzeit die Fußgänger zeitweise als kaum zu bändigender Strom von/zur Hackerbrücke bewegen, gibt es jetzt einen Überweg.

Lange Zeit konnte ich mir nicht vorstellen wie von den sichtbaren Rampen aus die Oberleitung überquert werden kann, aber man sieht es geht, schaut für mich gar nicht schlecht aus. Ich wundere mich aber immer wieder, welche unerklärlichen Pausen es beim Baufortschritt gibt. Momentan ist sie immer noch nicht freigegben, Bauzaunabsperrungen verwehren den Zugang.

Der Abgang Richtung Theresienwiese hätte mehr Überlegung verdient, wirkt auf mich wie eine Notlösung.

Noch mehr daneben ist allerdings die merkwürdige meist grüne Effektbeleuchtung, die sich der große Neubau dort am Abend leistet. Wieder mal nicht mein Geschmack.

Update: Die Brücke ist in Betrieb!

diese Einmischung sollte andauern

"..., und nicht nur in Frankreich" - so endet Bernard Schmid seinen Telepolis-Artikel "Das NON triumphiert".

Recht hat er. Der ganze Text ist wichtig und gut, und eine ausnahmsweise wohltuende Lektion für das, was ich hierzulande (immer noch) als außerparlamentarische Opposition sehe.

Unmißverständlich werden die bürgerlichen Vorwürfe der Kampagne ins Gegenteil verkehrt: Die Verfassungskritiker haben den Text gelesen, während das neoliberale Establishment sozusagen hinterrücks versuchte, seine Machtansprüche noch stärker zu verankern.

Lest selber, Rosinen picken will ich nicht, nur anregen:

... Insofern lässt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit feststellen, dass vor allem auf Seiten der "Nein"-Wähler ein bedeutender Teil sich tatsächlich in der Sache zu dem Vertragswerk entschieden hat - auch wenn deutsche wie französische Medien das in ihrer Mehrheit nicht wahrhaben mögen.
...
... Zahlreiche Linke, Gewerkschafter und Attac-Menschen aus anderen EU-Ländern waren zuvor nach Frankreich gekommen, um zu sagen: "Euer Nein ist unser aller Nein" ...

Ich sehe diesen Erfolg auch als strategische Orientierung für die Zukunft zum Beispiel in der Friedensbewegung: Nicht das Betteln oder Anlehnen beim Establishment, sondern nur klare inhaltliche Argumentation zählen.

Montag, 30.5.2005    

Rauchzeichen!

mal was anderes bei mir - dieser Dienstag ist der Nichtrauchertag, und es gibt Nachfrage nach dem Megaphon aus dem Friedensbüro ;-)

Und so gucke ich nochmal hin - da existiert eine Kampagne gegen Ausbeutung und Umweltzerstörung durch Tabakkonzerne - und sie vergibt jährlich den Warnhinweis, der 2005 an die Philip Morris GmbH geht. Morgen um 11 Uhr also große Ansage vor der Firmenzentrale in der Fallstraße 40

Im Vorjahr war übrigens Reemtsma dran. Das Ganze ist Teil der TOUR DE TABAC. An diesem Tag gibts noch Infostand und abends den Filmvortrag.

Dazu heißt es: Rauchzeichen! hat sich für dieses Jahr etwas Neues ausgedacht. Gemeinsam mit der Gruppe tabakattac organisieren wir eine Tour de Tabac durch ganz Deutschland, um das Thema Umweltzerstörung und Ausbeutung durch Tabakkonzerne weiter in die Öffentlichkeit zu tragen. Ein Höhepunkt der Tour de Tabac wird der Weltnichtrauchertag sein, an dem wir in München den Warnhinweis verleihen wollen.
 
Unser Gast ist John Waluye. Wer den Film Rauchopfer schon gesehen hat, kennt ihn: Er ist leitender Redakteur der tansanischen Tageszeitung Daily News, der größten Zeitung in Dar es Salaam (Tansania). Seit vielen Jahren recherchiert er zu den Folgen des Tabakanbaus in Tansania, ...
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Sonntag, 29.5.2005    

Oui, Non :-)

es hat geklappt: die Franzosen haben per Abstimmung die Ratifizierung des aktuellen Verfassungsentwurfs blockiert.

Das sehe ich auch als Signal gegen die bisher gewohnte neoliberale Gleichschaltung.

Es gibt natürlich weitergehende Fragen dazu: Die "EU-Kritik von links" war nur ein Teil dieser Ablehnung, dahinter stecken auch reaktionäre, nationalistische Strömungen. Eine Aufgabe unter mehreren dürfte sein, in der weiteren Argumentation darauf zu achten (geschah bisher auch denke ich).

Querverweis zum deutschen Wahlkampf: Die gemeinsame Unterstützung dieses Verfassungsentwurfs ist ja ein Beispiel für die häßliche große Koalition im Bundestag (die "Viererbande Union, Gilb, Grün und SPD). Wenn dieses "Non" auch die außerparlamentrische Kritik hierzulande anfeuern würde ...

Speziell Militärpolitik: Die verschärfte Militarisierung der EU ist ja seit längerem unabhängig von der Verfassung im Gange, deshalb ist zu erwarten, daß die bisher begonnen Konzepte ungerührt weiterverfolgt werden. Bei der Erhöhung der Rüstungsausgeben kann sich die Regierung jetzt nicht ganz so einfach hinter die EU-Positionen zurückziehen.