Kommentare aus der AMAZONAS-Box
Politik und Technik aus München - Pazifistisch
mit dem Fahrrad (Peace, cycling and more)
Montag, 18.4.2005    

Auch Russland hat ein Sozialforum

Eine Schweizer Studentin berichtet bei Indymedia-de. Sicher noch mit Problemen, aber dpch gut wenn die Idee Schule macht. Sprachprobleme gibts natürlich für "fremde" Besucher.

Sonntag, 17.4.2005    

Das Los des Bastlers

Schon etwas her erzählte ich von meinem kränkelnden iBook - und daß angesichts der gut dokumentierten Zerlegungswege einerseits und der (seufz) eindeutig erscheinenden Diagnose ich Eigenreparatur versuchen würde. Bei "Schulz" /??) gabs zügig und preislich vernünftig das Ersatzteil. Anleitungen stehen hier und (wech) (PDF/ftp).
Weil das sozusagen fast "am Wege liegt", hab ich gleich eine größere Festplatte besorgt (60G 81€ die gabs zur Erscheinungszeit dieses iBooks kaum bezahlbar), dann eine externes Firewiregehäüse 2.5" (35€). Die neue Platte "solo" mit dem Image des iBook geladen - konnte so gleich wg. Bootfähigkeit getestet werden ohne den Schraubenzieher in die Hand zu nehmen :-)
Die zahlreichen Berichte im Netz kann ich nur bestätigen - das iBook ist eines der härtesten Basteleien die ich auf dem Gebiet erlebte. Nur: der Display-Aussetzer, weswegen ich selbiges für ein neues Kabel zerlegte, war hinterher "reproduzierbar" derselbe.
Ich mußte schon froh sein, mit der Schraubenorgie (ca. 50 glaub ich) nichts zusätzliches kaputt gemacht zu haben. Die neue Festplatte tut auch wunschgemäß.
Fazit: Die Diagnose war falsch. Wenn ich die Reparaturchecklist ansehe, müßte jetzt des Logic-Board gewechselt werden - das würe -schätzungsweise - mit oder ohne Reparatur mehr als der Gebrauchtwert meines iBooks kosten (wer hat ein anderes iBook gleicher Generation "late 2001" , auch fehlerhaft, das ich billig als Ersatzteilspender übernehmen könnte?)
Ich weiß noch nicht wie es weitergeht, wahrscheinlich schraub ich nochmal auf wg. lokalen Mess- und Diagnostikversuchen. Nein, ein Neues ist nicht geplant, jetzt erst recht nicht ;-) (aber ein Gebrauchtes identischer Baureihe wird interessant).

Damit dürfte auch erklärt sein, warum ich grad sowenig Zeit für Aktualisierungen habe :-(

Dienstag, 12.4.2005    

Rüstungskonversion? War da noch was?

(via Friedensladen Heidelberg) Die Seite "Informationen zur deutschen Außenpolitik" schlägt Alarm mit einem Hinweis auf ein Projekt der BICC: "Perspektiven der deutschen Heeresindustrie im Rahmen alternativer Szenarien".

In ihrem Artikel "Gewehr bei Fuß" wird aufgezeigt
* Wie sehr hier Rüstungslobbyismus betrieben wird
* Wie sehr das dem "eigentlichen" Anspruch von BICC - Rüstungskonversion z.B. - zuwiderläuft
* Wie schlimm die gewerkschaftlichen Kontakte mit dieser Militärwerbung verquickt sind.

Alles in allem höchst unerfreulich ... Von Zeit zu Zeit habe ich von BICC was gehalten, das ist jetzt schwierig.

Die obige Abkürzung BICC heißt schließlich "Bonn International Center for Conversion",
Lobbyarbeit *für* das Militär gehört da eigentlich nicht dazu.

Die Foreign-Policy-Leute haben die BICC-Projektseite nicht verlinkt - Absicht? Deshalb ist der Beleg für die verschiedenen Festtellungen zur BICC auch schwer zu finden; ich hab die (Link kaputt) auch hier oben verlinkt.

direkter Link auch wech

Monsanto? Reicht die Mafia nicht?

Telepolis - das sich dankenswerterweise solcher Themen annimmt - berichtet mal wieder:

Monopol in der Landwirtschaft? von Thorsten Stegemann
  ...
Greenpeace befürchtet nun, dass Monsanto auch in Europa eine Monopolstellung "vom Acker bis zum Lebensmittel" anstrebt, die in manchen Teilen Nord- und Südamerikas bereits erreicht sein soll. So zitiert die Umweltschutzorganisation Eduardo Buzzi, den Präsidenten des argentinischen Bauernverbandes "Federación Agraria Argentina":
 ...
"Landwirte, die Gen-Saaten von Mosanto anbauen, müssen wissen, dass sie damit nichts anderes machen, als das Patentmonopol des Konzerns zu unterstützen. (...) Monsanto hat uns Bauern im Würgegriff. Es ist in Argentinien sogar unmöglich geworden, gentechnikfreies Saatgut zu bekommen." Eduardo Buzzi

weiter ...

"Monopolisierung von der Aussaat bis zur Ernte"
 
Welche praktischen Folgen könnte die Entscheidung des EPA nach sich ziehen?
 
Christoph Then: Wir befürchten eine Monopolisierung im Bereich der Landwirtschaft, die von der Aussaat bis zur Ernte reicht und einigen wenigen Konzernen die Möglichkeit gibt, den Markt abzuschöpfen. Die Gen-Soja, die in Argentinien angebaut wird, stammt von Monsanto, und das Spritzmittel Roundup, gegen das sie resistent ist, kommt auch von Monsanto, die hier bereits doppelt abkassieren. Durch das Patent sind aber auch sämtliche Ernteprodukte geschützt.

Monsanto, die Max-Planckgesellschaft, die sowas m.W. mit anschiebt, und verwandte Firmen sind böse - Punkt.

Meine Splitter hier sollen nicht ersetzen, dort selber nachzulesen.

Montag, 11.4.2005    

EU: Schöne neue Biometrie Welt

das muss ich hier auch aufgreifen, und mache es am einfachsten mit dem Link zu Quintessenz.
Die EU-Behörden machen Propaganda für biometrische Methoden: " ... Wenn man es nur geschickt genug macht, wird die Bevölkerung es akzeptieren - dazu gehört auch das gezielte Angewöhnen im Kindergarten. ..."

Business as usual?

... vielleicht doch nicht mehr:
Siemens in Würzburg und München, Infineon in München, IBM in Schweinfurt ... die Kette ist endlos.
Der Bericht im Tagesspiegel (via ver.di) zeigt einiges auf. Hoffentlich, hoffentlich lernen die Menschen endlich dazu ....

Scheitern des Liberalismus

wird bei Telepolis in (bislang) zwei Kapiteln besprochen.

Das lese ich natürlich gerne. Gibt es ein Publikum, das reagiert?

Ulrich Berger und Christoph Stein meinen zum Schluß: "Auf jedem Fall aber hat der Neoliberalismus als Erfolgsmodell bereits ausgedient".

Wenn das die Leute wüssten ...

Trotzdem halte ich die Analysen beim ISW für solider - vielleicht gibts mal jemand, der die beiden Ansätze detaillierter vergleichen kann, ich komme gerade nicht dazu :-(

soziale Auslese funktioniert

... eigentlich fast immer:

bei wired lese ich von der Praxiserprobung von "the effect of pesticides" - die Probanden sollten Kinder sein: "Over the study's two years, EPA had planned to give $970 plus a camcorder and children's clothes to each of the families of 60 children in Duval County, Florida, in what critics of the study noted was a low-income minority neighborhood. ..."

Die Studie war dann doch kontrovers und wurde gestoppt.

für mich Feuerbach

eigentlich wollte ich zu dem ganzen Religionsrummel nichts sagen, jetzt aber doch:

am besten brachte es für mich Ludwig Feuerbach auf den Punkt: "Der Mensch schuf Gott nach seinem Bild und Gleichnis"

klar ergänzt durch eine Zeitung, die hier meinte: der Kardinal ist im Vatikan im Zentrum der Frömmigkeit Macht

Sonntag, 10.4.2005    

wieder was gelernt

"Stellenanzeigen sind eine beliebte Methode, um die Konkurrenz auf eine falsche Fährte zu locken." heißt es bei IT&W ..
(hier ging es um die beliebte Kaffesatz-Leserei bzgl. Apple)

Vanunu erneut verhaftet

Die Nachricht fand ich merkwürdigerweise nur auf der Australischen Greenleft-Seite: "Vanunu re-arrested".

Samstag, 9.4.2005    

Food Fight

"billmon / Whiskey Bar" stellet einiges klar - an einem USA-Beispiel, so wie ich auch hier grummelte über Antifa-Irrgänge.

sorry für Amerikanisch, also:
"In a civilized society, you don't physically harass or attack people for exercising their free speech rights, even if they are the vile scumsucking lackeys of crazed right-wing multimillionaires -- or even worse, David Horowitz. You just don't do it. And you particularly don't do it and then spout some fatuous nonsense about how you are protesting the absence of a "productive or meaningful dialog." People who throw pies at other people to try to make some kind of point aren't in a position to criticize anybody else's dialog -- except maybe the chimps down at the zoo who debate by throwing shit at each other. And I'm not even sure about them.
 
But the thing is, we don't live in a civilized society. ..."

Zum letzten Satz (lest den Rest doch selber ... - geht nicht mehr) noch:
es geht uns hierzulande möglicherweise eine Nuance besser, und wir sollten unser Selbstbewußtsein nicht mit Eiertänzen schmälern. Ich finde eine Torte im Gesicht von Bill Gates unterhaltsam ;-) aber sehe darin keinerlei praktischen politischen Beitrag - d.h. man sollte sich entscheiden, was man möchte.

Nachtigal, ick hör Dir trapsen

bitte (keine Ahnung mehr, was das hinter dem toten Link war) das Update beachten, das hat's mir gebracht ;-)

muß ich bei der Gelegenheit unterbringen, "der Satz" (MP3, 2sek.) weiß aber nicht mehr wo ich es her habe.

Kopfhörer am Steuer

im Auto - wie das, da gibbs doch Lautsprecher? - klar, damit man die weissen Kopfhörere vorzeigen kann

... kann mir micht passieren, brauch kein Auto ;-)

Donnerstag, 7.4.2005    

Telepolis, 3x

der Einfachheit fasse ich heute meine 3 Telepolis-Links zusammen:

https://www.heise.de/tp/features/Gentech-Konzern-verwechselt-eigene-Saatgut-Varianten-3439277.html
Gentech-Konzern verwechselt eigene Saatgut-Varianten- Kontrollmechanismen versagten über Jahre hinweg - Mais mit Resistenzgen gegen das Antibiotikum Ampicillin wurde in hohen Mengen angepflanzt und verfüttert – an Tiere und Menschen.

http://www.telepolis.de/r4/artikel/19/19834/1.htm
Der lange Weg zur arabischen Renaissance
"Verfasst von arabischen Intellektuellen und Wissenschaftlern konzentriert sich der Bericht, der es sich zur Ambition gemacht hat, neue Debatten zu inspirieren, um eine "arabische Renaissance" auf den Weg zu bringen, auf eine andere Perspektive."

https://www.heise.de/tp/features/Algerien-Der-Ausverkauf-hat-begonnen-3439161.html
Algerien: Der Ausverkauf hat begonnen -
[Kurz zuvor hatte das Parlament] das Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union ratifiziert, das eine weitgehende "Öffnung" der algerischen Ökonomie für europäisches Kapitel und eine Liberalisierung seiner Märkte vorsieht. Als nächstes wird nunmehr auch über die Privatisierung des Trinkwassers debattiert.

Wem gehört die Kartoffel?

Bei "Kulturzeit" von 3sat gibts einen interessanten Fall (Wut auf die Branche!):

"Linda" ist Deutschlands beliebteste Kartoffelsorte. Bald wird kein Bauer sie mehr anbauen dürfen. Ihr Züchter nimmt sie vom Markt, bevor sein Patent ausläuft und er nichts mehr an ihr verdient. Ökonomisch kontrollierte Landwirtschaft. Nur einige, die sich auskennen, protestieren. "Sie schmeckt einfach Klasse und es ist einfach traurig", sagt Karsten Ellenberg von Kartoffelvielfalt.de. "Ich habe sie seit beinahe 20 Jahren angebaut und ich dürfte sie demnach in einigen Jahren gar nicht mehr anbauen oder verkaufen. Das ist nicht zu verstehen. In welchem Land leben wir denn? Es ist doch eine Freiheit, ein Kulturgut, eine Kartoffel ewig leben zu lassen. In der Vergangenheit haben Sorten auch länger gelebt."
 
Auch bei Kartoffeln bestimmt der Wettbewerb das Überleben als Sorte
 
Ob uns das schmeckt oder nicht: Die große Auslese in unserer Gesellschaft wird vom Wettbewerb um Leistungssteigerung bestimmt. Dieses mächtige Selektionsprinzip gilt bei den obersten deutschen Kartoffelkontrolleuren genauso wie andernorts. Lebenswert ist nur, was Gewinn bringt. Auch wenn die Vielfalt darunter leidet. "Nur weil Linda jetzt stärkere Beliebtheit hat und mit den hausgemachten Sorten der Europlant in Konkurrenz steht und dort verdienen sie Lizenzeinnahmen", sagt Ellenberg. "Bei Linda nicht mehr. Ein Monopolist kann meines Erachtens doch nicht bestimmen, was wir anbauen und essen dürfen."

gefunden via RFiD - Link ist wech.

TAZ down

Eine Zeitung über die andere - trotzdem, diesen Text soll man ernst nehmen:
»Le Monde diplomatique: Deutsche Version verfälscht«

Aus der "Jungen Welt" - Ein Gespräch mit Marie-Dominique Vernhes
[Die TAZ gibt die deutsche Ausgabe heraus]
...
F: Sie haben sich die Mühe gemacht, die französische und die deutsche Version von Le Monde diplomatique (LMD) miteinander zu vergleichen. Zu welchem Ergebnis sind Sie gekommen?
 
Ich habe natürlich nicht alle Ausgaben miteinander vergleichen können. Daß es erhebliche Unterschiede zwischen dem französischen Original und der von der taz herausgegebenen deutschen Ausgabe gibt, habe ich vor dreieinhalb Jahren entdeckt.

...weiterlesen

(via attac Mailingliste Globalisierung und Krieg)

Donnerstag, 7.4.2005    

nochmal 2.4.

Verschiedene Infos zu den Gegenaktionen gegen die Nazis erschienen bei Indymedia. Der jüngste Text sagt in meinen Augen schlechterweise Hurra zu einigen Randerscheinungen, womit ich nicht so einverstanden bin:

Bei aller Distanz zum Establishment halte ich Flaschenwürfe nicht für politisch besonders wertvoll; ebenso sehe ich Prügeln und anderes körperliches Kräftemessen als Idiotie. Es ist angemessen, sich massenhaft auf die Strasse zu stellen, weil der Staat sich - formalistisch neutral, politisch ganz im Gegenteil - der Faschos eher bedient als sie zu bekämpfen. Kräftemessen der Muskeln sagt aber nichts (bzw. nichts Gutes) über die Kräfte im Kopf der Beteiligten. Da könnte eine bewußtere Strategie nur gewinnen.

Im angesprochenen Beitrag ist übrigens das Grafitti ganz zu sehen, dessen "Betreuung" durch die Polizei ich hier zeigte.

nonaziWeil es doch (m.E.) nicht so oft zu sehen war, hier ein Bild vom Münchner Rathaustransparent. Wenn das Rathaus nicht so verpackt wäre, würde es natürlich eindrucksvoller wirken.

EU Verfasssung - der Streit wird lebhafter

Während ich hier schon mal die ersten Signale würdigte, hab ich jetzt bei der BIFA nochmal ein paar Links/Texte zusammengestellt, die mir im Zusammenhang mit den Ostermarschinhalten zur EU aufgefallen sind.

wie gesagt - es ist ein gutes Zeichen, daß die Verfassungskritik sich nicht mehr totschweigen läßt.

Nachtrag: Die SZ scheint beim Ostermarschartikel doch wieder auf "Ausklammern" der EU-Kritik zu setzen ...

Dienstag, 5.4.2005    

Fettnapfspringer

in der Grasswurzelrevolution wird ein Friedenskämpfer der besonderen Art gewürdigt, recht haben sie!

Auch die anderen Artikel dort sind lesenswert.

von innerer und äußerer landnahme

... so der Titel vom BUKO 28 der Bundeskoordination Internationalismus in Hamburg, 5. - 8. Mai 2005.
Ich kann da nicht hinfahren - aber vom BUKO gehen kontinuierlich inhaltliche Impulse aus, die ich in der Regel sehr schätze. Das Selber-Nach-Lesen kann ich niemandem abnehmen, ... aber ich weiß nicht wo BUKO28 gelandet ist ...

Montag, 4.4.2005    

Labournet News

Solidarität

In meiner kleinen und durchaus auch zufälligen Linkliste steht auch das Labournet, eine politisch hochzuverlässige Quelle und Inspiration für das entsprechende Gebiet - Arbeitswelt und drum herum.

Leider haben die noch kein RSS (man ist wirklich sehr vom CMS abhängig ob man sich das einrichten kann).

Aber ich hab bisher zuwenig drangedacht - es gibt eine Newsseite, und das ist dann fast so bequem wie RSS.
Den Link bei mir hab ich jetzt entsprechend ergänzt.

Cartoon


von www.zmag.org,
via GreenLeft weekly

Sonntag, 3.4.2005    

Biometrie und Zensur

für Nicht-Insider nicht ganz einfach: Staat und Industrie versuchen seit längerem, automatische Erkennungsmethoden am Menschen als "Ausweiskriterium" zu etablieren, EU und deutsche Bundesregierung haben sich m.W. da schon ziemlich festgelegt (der Überwachungs- und Polizeistaat gedeiht).

Wissenschaftler, die sich da nicht vorauseilend gleichschalten lassen, sind dabei unerwünscht:
Prof. Andreas Pfitzmann wird bei einem entsprechendem Kongress wieder ausgeladen.

Markus stellt das dar - erst mal Dank an die Engagierten.

Ich erwarte von der Bundesregierung (und dem restlichen Bundestag, mit seltenen Ausnahmen) schon lange nichts Vernünftiges mehr dazu - aber auf die Gegenwehr kommt es mir an! Deshalb:

Wenn eine staatliche Instanz wissenschaftliche Beiträge unterdrückt, nennt man das gemeinhin Zensur. Eine solche findet in Deutschland zumindest laut Grundgesetz noch nicht statt.
"Von Biometrie, Vorratsdatenspeicherung, Wissenschaft und Zensur" vollständig lesen

Gefunden hab ichs bei Isotopp - wo tatsächlich eine kontroverse Diskussion über Pfitzmanns Stil ausbrach - wobei wiederum die Kritik an der Politik Konsens zu sein scheint (bin mir da nicht so sicher):

Andreas' Kernpunkten (Biometrische Identifizierung trägt selbst unter Annahme einer brauchbaren Implementierung ein hohes inhärentes Missbrauchsrisiko. Ein Versagen sozialer, technischer, verbrechensbekämpfender oder auch gesetzgeberischer Kontrollprozesse ist in der Regel unumkehrbar.) dürften in der Community bei den meisten ohne weiteres konsensfähig sein. kommentiert dort Peter Berlich (um sich danach mit dem Stil auseianderzusetzen).

Diese Zeilen bringen in der Tat einiges auf den Punkt - und erinnern gleichzeitig daran, daß alle zur Zeit vorstellbaren Koalitionen keinerlei Gewähr dafür bieten, diesen Mißbrauch auszuschliesen.

Lieferzeiten

Am Mittwoch 30.3. kam die Lieferbestätigung an, am Donnerstag konnte ich den Shuffle 1 Giga abholen - bestellt Mitte Januar bei Vobis Goethestr. ...
Nein, mein 2nd Gen. bekommt keine Konkurrenz, der Neue ist ein Geschenk. Umso ärgerlicher diese Zeiten. Im Appleweb bestelle ich aber trotzdem nicht - ich meide Kreditkarten - und 'Support your local Dealer'

Heute im Botanischen Garten

SaftdruckDie "Saftdruckmechanismen" entdeckte ich jetzt zum ersten Mal bewußt, irgendwie stark, oder? zumal danach

Spritzgurke noch die gewöhnliche (nein, nicht die gemeine) Spritzgurke

Explodiergurke und dann sogar die "Explodiergurke" kommen.

Die gabs natürlich nicht erst seit heute, aber ein Highlight war dann doch: Eidechse - eine Eidechse klettert auf Bäume ;-)

Durchsuchungen sind normal

... leider.

Die Hausurchsuchung vom Münchner Druckwerk war zwar schon schon am Donnerstag, ich komme aber erst jetzt dazu, und will das auch noch als weiteren Polizeiskandal aufführen, der sich in diesem Fall vor allem gegen die Antifaschistischen Aktionen vom Samstag richtete.

* http://de.indymedia.org/2005/04/110668.shtml
* (indynews gibbs nicht mehr)

Mit der Beschuldigung der „Beihilfe zur öffentlichen Aufforderung zu Straftaten“, wurde die Druckerei am Donnerstag Morgen um 9 Uhr von 30 Bullen und 12 Zivis gestürmt. Bei der 3 Stunden dauernden Aktion wurden bestimmte Druckplatten, Kunden-CDs, die Buchhaltungsordner der letzten 2 Jahre sowie Filme beschlagnahmt. Praktisch war es scheinbar auch, dass Staatsanwaltschaft und K141 alle im Druck befindlichen Publikationen durchforsten und gleich das noch unveröffentlichte Mittenwaldplakat2 mitnehmen konnten.

Haben die etwas sowas gedruckt? Der Vorwand war wohl ein anderer Aufkleber, und dann wird gleich der ganze Ladeninhalt gefilzt - und das ist politische Zensur mittels Durchsuchungen, das darf nicht toleriert werden.

Wichtigste Gegenwehr: Schlicht nicht einschüchtern oder sonstwie beeindrucken lassen!

Ergänzung/Nachtrag: auch nach den Aktionen vom Samstag gab es weitere Hausdurchsuchungen. Übel aber vertraute Politik.

Samstag, 2.4.2005    

Nazis im Laufstall

heute in München: Die Polizei hatte die gesamte Nazitrasse durchgehend dicht gemacht und in einen einzigen Laufstall verwandelt. Ich erlebte (ohne Bild ;-), wie erboste Anwohner ungerührt auf böse Umwege verwiesen wurden
einigesk.jpg
einige der Beteiligten liefen im Laufstall vorweg (nein, das waren noch nicht die Nazis)
Thtesleer.jpg
Auf der Theresienwiese war der größte (belegte) Bereich Polizeifahrzeuge. Die hier (vielleicht) "sichtbaren" Menschenmengen sind Gegendemonstranten, die Nazis sind aus der Entfernung nicht mehr auszumachen, so viele waren es nicht

Fürsorgliche Polizei

bavsm.jpg bavarbr.jpg
Jedenfalls hetten eifrige Menschen irgendwann den Sockel des Monuments mit einem Spruch verziert. Man kann ja darüber streiten (Die Bavaria kann ja nix dafür ;-)) - nur warum muß ausgerechnet die Polizei just zur Nazikundgebung sich eigenhändig (!) darum bemühen, den Spruch "Nazis raus" aufwendig zu verhüllen?

Ich hatte mich schon über die merkwürdige Verhüllung gewundert. Als ich in der Nähe war, kamen extra zwei Streifenwagen an, um ein Seil der Befestigung, das sich - woher auch immer - gelockert hatte, wieder stramm zu ziehen, es lugte nur noch das letzte 's' hervor.

EIn Mensch dabei, der sich als Vertreter der bayerischen Schlösser-usw-Verwaltung outete (Hausmeister?) war etws ungehalten, als sich die Leute herum herum über den Eifer der Polizei just an diesem Punkt wunderten, und hätte wohl am liebsten das Publikum dort abräumen lassen. Ich hab mich dann doch nochmal bei einer Polizistin erkundigt - ja, die Verhüllung war extra von der Polizei angebracht worden. Sie wirkte etwas mürrisch ob meiner Begriffsstutzigkeit.

Das Häuflein der Nazis war weit weg von da oben. Jedenfalls weiß die Münchner Polizei offensichtlich, wem sie helfen will - daß bloß niemand der Nazis zugemutet werden muß, diesen Spruch zu lesen ...

Ich erinnere mich dann an andere Beispiele: Wenn man z.B. als Ordner bei einer Kundgebung rechtsradikale Trittbrettfahrer wegschicken möchte - genau dann schützt die Polizei die Anwesenheit dieser Faschisten. Sie wissen also, was sie tun.

(Disclaimer: "Wissen" tut es vor allem die Führung, das Ganze geschieht ja nach Befehl. ich hab sehr wohl im Laufe der Jahre einzelne Polizisten erlebt, die mal mir oder "uns" halfen - auch ohne Befehl)

Ergänzung: Dies habe ich auch bei Indymedia reingestellt, die Bilder hab ich dort auch weniger schlimm verkleinert. Überhaupt gibts bei Indymedia natürlich sehr viel mehr Fotos zum Tag (s. a. Kommentare)
Freitag, 1.4.2005    

Plan wg. Antifa-Aktionen

Hier die Übersicht am 2. April
Außer Marienplatz: Poccistraße und Oktoberfestmahnmal ab 9 Uhr!